Wir lassen nicht locker…

Die aktuellen Ereignisse der Zeit scheinen alle anderen Probleme der Welt auf die Plätze zu verweisen. Aber leider ist das eine Problem nicht plötzlich weg, nur weil andere auftauchen. Wir alle haben an den Auswirkungen des Ukrainekrieges, den massiven Preissteigerungen in allen Bereichen und nicht zuletzt an den Folgen der weltweiten Pandemie mehr oder weniger zu tragen. Und bei aller Anteilnahme an uns selbst sollten wir nicht die Last unterschätzen, die wir nicht tragen.

Die Menschen in den rumänischen Armensiedlungen sind noch weiter ins Abseits gedrängt – und zwar hinter die weiße Linie. Wenn wir diese Menschen jetzt im Stich lassen, wird es Tag für Tag für viele von ihnen buchstäblich kein Morgen mehr geben.

Und deshalb lassen wir nicht locker:

Ausblick auf das kommende Jahr 2023

Ein arbeitsreiches Jahr geht zu Ende, wir aber richten unseren Blick bereits wieder auf die Zukunft. Wir werden weiterhin sozial schwache Familien nach dem jeweiligen Bedarf im Sinne unserer Satzung unterstützen. Unser Hauptaugenmerk liegt dabei nach wie vor auf Schulbildung, Berufsbildung und Ausbildung von sozialen Kompetenzen. Dass dazu die Verbesserung von allgemeinen Lebensbedingungen, wie menschenwürdige…

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Führerschein – Hurra!!!

Ein kleines Stück Plastik für Dan – ein großes Stück Mobilität für Luncani Am Beginn diesen Jahres überredete ich Dan Iepure, Sekretär unseres Partnervereins „Castel Banffy“- Rumänien, sich in einer Fahrschule in Klausenburg anzumelden und den Führerschein zu erwerben. Ich wies ihn, der sich anfangs sträubte, auf die Vorteile eines solchen Dokuments für die Vereinsarbeit…

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Zahnärztlicher Hilfseinsatz 2022

Zahnärztlicher Hilfseinsatz in Rumänien (Luncani 1.10.-8.10.2022) Allzu schnell war das Jahr nach dem letzten Hilfseinsatz vergangen. Coronapandemie, Ukrainekrieg, Energieknappheit…die Welt zeigt sich krisengeschüttelt. Bei all dem, was wir aufgrund der veränderten Weltlage selbst aushalten müssen, sollten wir daran denken, dass die Probleme der Menschen, deren Alltag ohnehin von Mangel geprägt ist, durch die neue Situation…

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Rumäniens vergessene Kinder – wie alles begann…

Wir schreiben das Jahr 2010 – mitten im Nichts, ca. 50km südlich von Cluj Napoca, zwischen Tiefflieger-Airport und Autobahndreieck, befindet sich die Siedlung I.C.A.R. (eine ehemalige landwirtschaftliche Kooperative), in der Menschen in Behausungen leben, in denen wir hierzulande nicht einmal unser Feuerholz stapeln würden. Gleiche Siedlungen findet man in der 3km entfernten Stadt Campia Turzii (an der Müllkippe) sowie in den Randgebieten der umliegenden Dörfer. Die Lebensbedingungen sind katastrophal. Wasser, Kanalisation, Strom, Telefon – Fehlanzeige. Ärztliche Versorgung, regelmäßige Schulbesuche der Kinder, Jobs für die Erwachsenen – keine Chance.

Erst mit Hilfe eines Vereins namens Associatia Castel Banffy wurde begonnen, neue Häuser zu bauen, alte Gebäude zu sanieren, eine Kanalisation zu legen, eine gewisse Stromversorgung zu gewährleisten und vieles mehr. Das Ganze wurde erst möglich durch Gerhard Spitzer, einem Gas-Wasser-Installateur, den es vor Jahren über den gemeinnützigen Verein „Volkshilfe Wien“ nach Rumänien verschlagen hat, und der mit seinem treuen Mitstreiter Sandu Pop den Aufbau dieser Siedlungen leitet.

Das erklärte Hauptziel des gesamten Hilfsprojektes ist jedoch die massive Unterstützung schulischer und außerschulischer Aktivitäten der Kinder und Jugendlichen. Ohne Schulabschluß gibt es keinen Job. Ohne Job gibt es keinen Ausweg aus dem Elend. So einfach ist das.

Der Erfolg gibt den Beiden recht. Ihre jahrelangen Bemühungen bewirkten sogar ein Umdenken der Menschen dort. Dem Wunsch, aktiv an der eigenen Zukunft mitzuarbeiten, wich die anfangs vorgefundene Lethargie und Aussichtslosigkeit.

Doch so Vieles ist noch zu tun: alte festgefahrene Gewohnheiten der älteren Bewohner müssen abgelegt werden, um den Siedlungen eine Chance zu geben, sich weiter zu entwickeln. Viel zu wenige sind es noch, die durch die Hilfe des Vereins einen Schul- oder Berufsausbildungsabschluss geschafft haben. Dazu fehlen Leute, die den Kindern die Hilfe geben, die sie von ihren Eltern, so sie noch welche haben, nicht bekommen können.

Zudem liegen noch viele zum Teil lebenswichtige Einzelprojekte aus Geldmangel auf Eis: Überall gibt es einsturzgefährdete, aber bewohnte Hütten, die dringend saniert oder besser durch neue ersetzt werden müssten. Behandlungs- und Medikamentekosten müssen im Krankheitsfall selber getragen werden, da sich niemand dort eine Krankenversicherung leisten kann.

Hilfe bei Unfällen, Unterstützung bei Justizangelegenheiten oder auch nur Fahrten der Kinder zur Schule sind aus Geldmangel oft nicht möglich. Manchmal sind es aber auch „nur“ die vielen kleinen „Einzelbaustellen“ oder so profane Dinge wie das Begleichen von Rechnungen für Strom, Gas, Telefon oder Benzin. In den letzten Jahren wurden diese Ausgaben in erster Linie von Gerhard beglichen, sporadisch unterstützt von Freunden aus Deutschland und Österreich. Seit 2021 erhält Gerhard nur noch eine kleine Rente, die die finanzielle Situation noch prekärer gestaltet. Durch diese Webseite ist es uns gelungen, einen kleinen Kreis von Dauerspendern zu gewinnen. Mit diesem Geld konnten wir u.a. Lehrbaustellen unterstützen, Kleidung und Materialien für Schulkinder kaufen und einigen Familien zu besseren Wohnbedingungen verhelfen. Das eine oder andere Mal wurde aber auch das Abstellen von Strom oder Gas durch eine Blitzüberweisung verhindert.

Wir wollen Euch mit dieser Webseite auch weiterhin dafür begeistern, Euch für Benachteiligte einzusetzen, vor allem für die Kinder und Jugendlichen, die wir mit unseren Projekten unterstützen. Jeder kann dabei sein, sei es passiv durch Geldspenden, aktiv mit Arbeitseinsätzen oder der Entwicklung von ganz eigenen Projektideen. Wir freuen uns auf Euch!

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