Wir über uns

Wir, das sind Annette Kirchner-Schröder, Zahnärztin aus Kaiserslautern und Thomas Schwanke, Augenoptiker aus Berlin. Uns beide verbindet eine langjährige Freundschaft, die bis in unsere gemeinsamen Kindertage in Berlin zurückreicht.

Annette:

Seit 2009 bin ich jedes Jahr in Rumänien unterwegs, um dort zu helfen, wo es den Menschen am Nötigsten fehlt. Aufgrund meines Berufes stand für mich zu Anfang die zahnärztliche Arbeit im Vordergrund. Ich arbeitete in mehreren Projekten mit, bis ich mich entschloss, selbst Verantwortung zu übernehmen und eine eigene mobile Zahnarztpraxis ins Leben zu rufen. Seitdem behandele ich zweimal jährlich die Menschen, die aufgrund ihrer Armut oder ihrer Behinderung keinen Zugang zu zahnmedizinischer Betreuung haben.

Dabei begegnete ich dem Österreicher Gerhard Spitzer, der seit mehr als 20 Jahren in Rumänien lebt und tätig ist. Er steht an der Spitze des rumänischen Vereins „Castel Banffy“ (gegründet 2002), der es sich zur Aufgabe gemacht hat, dort zu wirken, wo staatliche Strukturen versagen. (siehe Vereinsgeschichte)

Im Laufe der letzten Jahre spielte meine Arbeit als Zahnärztin zwar eine zentrale Rolle in meinem Engagement, ich sah jedoch, dass mehr nötig war als ein paar Tage Zahnbehandlung, um dann wieder nach Deutschland zu verschwinden. Die Jugendlichen und Kinder der Romasiedlungen lagen und liegen mir besonders am Herzen. Ich unternahm mit ihnen Ausflüge in die Berge, ans Meer oder in die nähere Umgebung. Ich spielte mit ihnen und kochte für sie. Ich arbeitete bei den Bauvorhaben des Vereines mit. Und, das war das Entscheidene, ich lernte Rumänisch. Je besser ich die Sprache verstand, desto häufiger kamen Menschen zu mir, die mir vertrauten, mich um Rat fragten oder ganz konkrete Hilfen benötigten. So wurden sie und ihre Sorgen, Probleme, aber auch ihre Freuden ein ganz wichtiger Teil in meinem Leben. Diese Verbundenheit zu ihnen hält bis heute an. Ich möchte sie nach Kräften unterstützen, ihren eigenen Lebensweg eigenverantwortlich zu gehen. Dafür braucht es Bildung, ein sicheres Zuhause und gute Vorbilder.

Thomas:

Frühjahr 2019 – Es war wahrscheinlich schon Annettes zehnter Versuch, mich für das Hilfsprojekt Rumänien zu begeistern, als ich endlich einmal genauer hinhörte. Und dann hatte sie mich. Es war wie ein Sog, dem ich nicht mehr entrinnen konnte. Also ging ich mein Adressbuch durch und versuchte diese Begeisterung weiter zu geben. Und offensichtlich war ich gleich beim ersten Versuch erfolgreicher als sie bei mir, denn immerhin waren es acht Leute, die mit regelmäßigen Spenden das Projekt sofort unterstützten. Ein großer Dank an dieser Stelle!

In meinem damaligen Aufruf versprachen wir, dass es bald eine Website geben wird, auf der alle Aktionen des Hilfsprojektes transparent gemacht werden sollen. Und das ist sie nun. Maßgeblich unterstützt bei der Erstellung der Webeite wurden wir von meinem langjährigen Freund Rüdiger, der die Seite in dankenswerter Weise betreut und auch finanziert.

Ein Satz, den mir Annette damals sagte, geht mir nicht mehr aus dem Sinn: „Ich kann versuchen zu beschreiben, was da unten läuft, aber begreifen wirst Du es erst, wenn du es mit eigenen Augen gesehen hast“.

Und was ich bei meinem ersten Besuch erlebte, übertraf meine kühnsten Vorstellungen und stellte sämtliche Werte unseres bequemen Lebens im sicheren Deutschland in Frage.

Ich durfte Menschen kennen lernen, die trotz oder vielleicht wegen ihrer Armut so herzlich und gastfreundlich waren, wie ich es noch nie erlebt habe. Bei der Hochzeitsfeier von Kati und Valentin (siehe Beitrag) erfuhr ich ein menschliches Miteinander, bei dem Glück und Leid so dicht bei einander lagen, dass ich es nicht in Worte fassen kann.

Ich habe in den Straßen von Luna aber auch Menschen gesehen, deren Kraft nicht reichte, ihr Leben selbst in den Griff zu bekommen, die resigniert und alkoholkrank in der Hoffnungslosigkeit endeten.

Ich möchte Euch einladen zu einem Ausflug an einen Ort, der sehr an die dritte Welt erinnert und doch mitten in Europa liegt.

Warum machen wir diese Internetseite?

Bei allem Engagement, bei aller Zeit, die wir für das Hilfsprojekt-Rumänien investieren, merken wir mehr und mehr, dass wir ohne Eure Hilfe nicht weiterkommen. Um unsere Arbeit sinnvoll fortsetzen zu können, fehlen uns immer wieder die nötigen Mittel. Deswegen wollen wir Euch für unser Projekt begeistern. Wir wollen Euch als Spender an unserer Seite sehen! Sowohl die laufenden und zukünftigen Projekte als auch einzelne Menschen benötigen Eure Unterstützung.

Und es ist ganz leicht! – Schon mit einer Handvoll Wechselgeld seid Ihr dabei: Auf „Geldspenden“ klicken – Bankverbindung anfordern – Dauerauftrag einrichten – Willkommen im Club!