Portrait: Suzanna (Momo) und Istvan (Toto) Decei, 75 und 81 Jahre alt

Das betagte Ehepaar lebt in einem kleinen Häuschen im Dorf Luncani. Die Wohnbedingungen sind sehr dürftig. Im Winter halten sie sich in einem kleinen Raum auf, wo genau 2 Betten, 2 kleine Schränke und ein Tisch in der Mitte Platzt findet. Die restlichen Räume, zum Teil schimmelverseucht, werden aus finanziellen Gründen nicht beheizt. Der alte Toto zieht jeden Morgen mühsam das Wasser aus dem Brunnen im Garten hinauf. Eine Toilette oder gar ein Bad, wie wir es kennen, mit fließend Wasser gibt es nicht.

Dank des Einsatzes einiger Freiwilliger aus dem Vereinsheim, das schräg gegenüber liegt, wurde ein Fass, welches mit Wasser aufgefüllt wird, in das „Bad“ gestellt, so dass beide in der Nacht nicht zum Plumsklo hinaus gehen müssen. Ebenso wurde der winzige zweiflammige Gasherd aus dem noch kleineren Zimmer, in dem sie im Sommer schlafen, ins Winterquartier geschafft und dort angeschlossen. Eine riesige Erleichterung für Momo. Wenn es ihr gut geht, übernimmt sie das Zepter in der Küche des Vereinsheimes oder arbeitet in ihrem großen Garten, was sie jedoch seit einiger Zeit ohne Hilfe nicht mehr bewerkstelligen kann. Toto kümmert sich um die Hühner und Kaninchen, obwohl er wegen seiner kaputten Hüfte kaum noch laufen kann.

Trotz lebenslanger Arbeit (Toto als Melker und Helfer in der Landwirtschaft, Momo als Köchin in einem Kindergarten) bekommen beide zusammen nach Abzug ihrer Krankenversicherung 80€ Rente. Das genügt nicht einmal für die Medikamente, die Momo braucht, denn sie leidet an Diabetes, Herzproblemen, Parkinson und vielem mehr…ihr einziger Sohn kümmert sich nicht um sie. Ohne ständige finanzielle Unterstützung (Medikamente, Lebensmittel, Kleidung aus den Spendentransporten) hätten sie die letzten Jahre nicht überlebt…